
Das CVT-Institut in Kopenhagen ist das größte Gesangsinstitut Europas. Anfang Juli 2026 war ich dort auf einer 5-tägigen Fortbildung zu Gesangstechniken der populären Stile, wie zum Beispiel Rock-Pop oder Musical. Täglich ging es von 10-17 Uhr ausschließlich um das Training mit unseren Coaches Michelle, Ulrik, Ditlev, Linda und Siegrid. Sie sind allesamt CVT -Lehrende und professionelle Rock-Popsänger*innen. Wir wurden durch die Pianisten Christian und Christoph begleitet.
Die 16 Teilnehmenden, die meisten professionelle und semi-professionelle Rock-Popsänger*innen kamen aus UK, USA, Deutschland, Schweiz, Norwegen, Moldawien, Lettland, Zypern, Finnland, Schweden, Dänemark und den Niederlanden. Nur Chris (mit einer riesigen Rockröhre und einem anbetungswürdigen Falsett) ist Schauspieler und Professor für Schauspiel an einer amerikanischen Hochschule und zudem ein versierter Musicalsänger. Da der Kurs ausgebucht war, wurden wir in die Blaue und die Orangene Gruppe eingeteilt, damit alle gleich viel Zeit zum Praxistraining in den Einzelstunden bekamen. Der Tag begann jeweils mit einem einstündigen theoretischen Vortrag zur Stimmphysiologie und der jeweiligen Modi Neutral, Curbing, Overdrive (Belting) und Edge (Scream). Ich war aber immer schon um 9 Uhr im Institut, um im einen der Überäume das am Tag zuvor gelernte zu üben und meine Stimme auf die zarten Randregisterfunktionen, eine für den klassischen Gesang unverzichtbare Funktion zu checken, die bei dem harten Training im Rock-Pop schon mal auf der Strecke bleiben können, wenn man die Techniken nicht einwandfrei praktiziert! Dann spricht nämlich der Modus „Neutral“ (Classic Rock oder auch Kopfstimme/Falsett im klassischen Gesang kaum mehr an. Danach ging es sofort in die Praxis und wir 7 Teilnehmenden der Gruppe Blau hatten dann jeweils 45 Minuten Gesangsunterricht/Training vor der Gruppe. So konnten wir auch unser Gehör schulen und die einzelnen Modi unterscheiden lernen. Anhand von Hörbeispielen von großen Rock-Pop, Musical- und auch Opernstars lernten wir zudem erkennen, in welchen Modus gesungen wurde, oder zwischen welchen Modi die Sänger*innen während ihrer Songs oder Arien wechselten. Es war total spannend. Außerdem wurden wir immer wieder aufgefordert mitzumachen, so dass wir auch, wenn die anderen drankamen niemals müde wurden. Ich hatte als Einzige teilnehmende studierte Opernsängerin von Anfang an keine Scheu mich im Rock-Pop auszuprobieren, denn die Atmosphäre in unsere Gruppe war wertschätzend und „empowernd“. Ich hatte den Song „Vincent“ von Sarah Connor im Gepäck, der alles von Neutral bis Edge forderte. Für mich ist stilgerechtes Singen im Rock Pop eine wirkliche Herausforderung, da mein Muskelgedächtnis seit 40 Jahren auf die Stilistik und das Klangideal des klassischen Gesangs konditioniert ist. Das war aber auch manchmal richtig lustig, wenn mein Unbewusstes bei Stress oder Unsicherheit einfach auf das „sichere Terrain umswitchte“. Die anderen konnten hier die Unterschiede gut hören.
Ein zusätzlicher Lerneffekt für alle und zudem noch gut geeignet Vorurteile gegenüber dem jeweiligen Genre abzubauen. Offensichtlich habe ich eine Naturbegabung für das „EDGE“, was wohl auch mit daran liegt, dass ich einen tadellosen Support (Stütze) vorzuweisen habe. Die Tatsache, dass meine Stimme auch nach 5 Tagen Overdrive- und Edge Singen keine Ermüdungserscheinungen zeigte, ist der beste Beweis dafür, dass, entgegen dem Vorurteil vieler klassischen Gesangslehrenden, Overdrive - und Edge-Singen, „Von zart bis hart“, solange es technisch sauber ausgeführt wird, keinerlei Schäden an der Stimme verursacht. Das kann man dann, genauso, wie im klassischen Gesang, von morgens bis abends praktizieren. Ich jedenfalls bin nun überzeugt davon!
Die Fortbildung fand mit einem von allen Teilnehmenden gestaltetes Konzert ihren Abschluss. Für uns war es eine Ehre, dass Cathrine Sadolin, die Gründerin des CVT-Institutes und eine echte Legende unter Rock-Pop-Sänger*innen und Gesangspädagog*innen zugegen war.






Kaum aus Kopenhagen zurückgekehrt habe ich noch am 06.07.2026 an einem zweieinhalbstündigen Vortrag zur transmenschlichen Stimme teilgenommen. Ich war neben ungefähr 20 Logopäd*innen die einzige professionell Singende Person und Gesangslehrende. Thomas ist Logopäde und forscht und lehrt seit Jahren zum Thema Stimmtransition. Er gab uns einen Überblick über das Spektrum der Community und die Notwendigkeit sich einfühlsam und kompetent dem Thema Transition zuzuwenden. Habt ihr zum Beispiel gewusst, dass jede 3. Trans*Frau einen Suizidversuch unternimmt? Wir haben also die Aufgabe uns trans*competency anzueignen, uns intensiv mit den Bedürfnissen und Nöten von Trans*Menschen auseinanderzusetzen und respektvoll mit den Wünschen derer umzugehen, die unsere Hilfe und Expertise in Anspruch nehmen wollen. Sie selbst entscheiden, wo sie mit ihrer Stimme hin und wie sie klingen wollen. Unsere Aufgabe ist es lediglich, sie dabei zu begleiten.
Uns als angehende Stimmtrainer*innen für Stimmtransition hat zu interessieren: „Wo willst du mit deiner Stimme hin und wie kann ich dir helfen“ und für mich als Atem - und Stimmtherapierende und professionell Singende Person lasst mich noch hinzufügen, ist es auch wichtig, zu vermitteln, wie wir dies auf die gesündeste Art und Weise und nachhaltig für Leib und Seele erreichen können.
Ich werde vom 21.10.-25.10.2026 an einer einwöchigen LaKru® - Fortbildung zur Stimmtrainerin für Stimmtransition bei Thomas Lascheit teilnehmen.

In der ersten Juliwoche 2026 nehme ich an einer Weiterbildung am CVT-Institute in Kopenhagen teil. Es gilt als eines der weltweit führenden Lehrinstitute im Bereich des Rock-Pop, Jazz und Musical. Künstler*innen aus aller Welt nehmen hier Gesangsunterricht und lassen sich für ihre Projekte coachen. Ich werde den Sarah Connor Song „Vincent“ und zwei Songs aus meiner eigenen Singer-Songwriting-Werkstatt mitnehmen und dort studieren. Es geht mir hier als studierte Opernsängerin vor allem darum, meine Kenntnisse der Gesangstechnik im Rock-Pop-Bereich zu vertiefen. Für die Teilnahme musste ich mit einem Klangbeispiel einen Nachweis meiner sängerischen Fähigkeiten liefern. Ich verwies auf Spotify. Kein Problem: „Sounds great. You are welcome“.

Der Gebrauch von LAX Vox gehört heute zum Standardrepertoire der meisten professionellen Sänger*innen Backstage und in ihrem alltäglichen Trainingsprogramm.
Am 07. Und 08. Februar habe ich an einem überaus spannenden Wochenend-Seminar zur Regeneration, Pflege und zum Training der Stimme mit LAX VOX teilgenommen.

Mecklenburg -Vorpommern lädt mich seit vielen Jahren immer wieder als Jurorin zum Landeswettbewerb „Jugend Musiziert“ ein.
Vom 21.-22. März 2026 war ich wieder als Jurymitglied im Fach Gesang geladen. Meine Kolleg*innen waren Gesangsprofessor*innen aus Norddeutschland. Es ist immer wieder eine riesige Freude so begabte, junge Talente anhören und im Nachgang des Wettbewerbs beraten zu dürfen. Wir konnten viele Nachwuchssänger*innen zum Bundeswettbewerb weiterempfehlen.

Ich habe vom 10.-12. April 2026 am Bundeskongress des BDG in Berlin teilgenommen.
Der Bundeskongress bietet Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zur Reflexion neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und zur Diskussion aktueller kulturpolitischer Rahmenbedingungen. Er kann Impulse für innovative Lehrmethoden, interdisziplinäre Kooperationen und eine nachhaltige Stärkung der künstlerischen Ausbildung geben.
Ich habe die Teilnahme und den Austausch mit den Kolleg*innen sehr genossen bin und voller Inspiration und mit „aufgeladenen Batterien“ wieder in meine pädagogische Tätigkeit eingetaucht. Weiterbildung zählt für mich zu einem wesentlichen Bestandteil meiner Selbstfürsorge.

Am 16.05.2026 fand unsere alljährliche Klassenstunde statt. Es ist eine Vortragsstunde im Kreis der Schüler*innen und soll einen geschützten Raum bieten um die erlernten Songs, Lieder und Arien vorzutragen. Von Rock-Pop, über Chanson bis zur Klassik ist alles dabei. Dabei begleitet uns unsere Pianistin Nanami Nomura (die unter anderem auch mit dem Rundfunkchor Berlin zusammenarbeitet). Sie hat uns auch schon in der intensive Generalprobenwoche begleitet und unterstützt und uns wertvolle Impulse gegeben. Mich entbindet sie in dieser Zeit von meiner Doppelfunktion als Pianist*in und Gesangslehrer*in, die ich im alltäglichen Unterricht einnehme, so dass ich dann frei für das künstlerische Coaching bin. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit zum Training der Musikalischen Aufführungspraxis und die Gelegenheit mit Lampenfieber umzugehen. Im Anschluss an den musikalischen Teil sitzen wir noch lange beim Après- Buffet, welches alle Teilnehmenden, wie immer selbst gemeinsam kreiert haben, um zusammen Freundschaften und Kontakte zu pflegen.


Was für ein aufregendes und ereignisreiches Jahr!
Passaggio
Ein Begriff, der nicht nur die hörbaren Registerübergänge in der Sänger*innenstimme, sondern auch Veränderung in vielen persönlichen Lebenslagen beschreiben kann. Wir professionell Singenden sind in unserem Sänger*innenleben seit jeher mit Passaggio vertraut. Sei es zum Beispiel die Zeit von Liebeskummer oder Eltern werden, Misserfolg oder schneller Starruhm, Alter und Krankheit. Passaggio – Übergänge begegnen uns an vielen Weggabelungen unseres Lebens.
So schlummerte auch bei mir seit geraumer Zeit der Wunsch nach Veränderung. Kein weiter so! Also habe ich mir den schon lange gehegten Wunsch erfüllt und Ende 2024 begonnen, mich intensiv um meine mentale Gesundheit zu kümmern. Ein Startschuss für ein langes aufregendes, manchmal forderndes, aber immer bereicherndes Passaggio. Ich habe zudem wieder begonnen regelmäßig Sport und Krafttraining zu machen. Ich bin auf dem Weg…

Im Juni hat sich Max Gruber „Drangsal“, nach einer langen künstlerischen Pause, in der ich ihn stimmlich begleiten durfte, fulminant und mit einem mit feuilletonistischer Liebe überhäuften Album auf der deutschen Rock-Pop-Bühne zurückgemeldet.

Gleichzeitig fand in meinem Gesangsstudio eine überaus gelungene Klassenstunde „Musikalische Aufführungspraxis und Szenische Gestaltung“ statt. Diese hatten wir intensiv mit unserer neuen Lied-Pianistin und Korrepetitorin Nanami Nomura, die unter anderem auch Gesangsklassen an der Universität der Künste begleitet, vorbereitet. Sie hat gerade eine große Japantournee mit vielen Liederabenden und Vorträgen absolviert und ist just zum Dezember wieder zu uns dazugestoßen, um das neue Klassenstunden-Programm für 2026 vorzubereiten. Dafür sind Arien und Ensembles aus dem Oratorium „Elias“ von Mendelsohn-Bartholdy geplant. Wir tauchen tief in das Seelenleben dieses Werkes ein und vergleichen es mit Songs aus dem Rock Pop. Crossing Over ist der Plan. Berührungsängste überwinden – über den Tellerrand hinausschauen – vielleicht lang gepflegte Vorurteile gegenüber dem jeweils anderen Genre ablegen. Manche Schüler*innen die fleißig ihre klassische Gesangstechnik ausgebaut haben und eine stabile Technik besitzen, werden sich nicht zum ersten Mal an ihre Lieblings-Rock-Pop-Songs wagen. F. die vorletzte Klassenstunde „Sunny“ runterrockte, hat in der letzten Klassenstunde die schwere Händelarie „Nasce al bosco in rozza cuna“ sauber abgeliefert. Das war für mich pure Freude, purer Rock and Roll. V. die am Theater engagiert ist und des Weiteren mit ihrer Gruppe mit anspruchsvollen Chansonprogrammen auftritt, sang neben dem Chanson „Ne me quitte pas“ von Jacque Brel, ganz wundervoll und anmutig „C´est l´extase langoureuse“ aus den „Ariettes oubliées“ von Claude Debussy. Wie aufregend! Da gehe ich gerne mit. Es gibt aber auch den umgekehrten Weg. Ein Schüler, der sich mit einer klassischen Gesangsausbildung für seinen fordernden Beruf auf den großen Rockbühnen der Nation gerüstet hat, geht auf meine Empfehlung couragiert klassische Arien (Bariton und Countertenor) an, experimentiert, tastet sich vor, verwirft wieder, fordert mich heraus, erweitert seinen Horizont und lässt sich so für seine neuen Projekte inspirieren. Natürlich werde ich auch weiterhin mit jeder Schüler*in daran arbeiten, die eigene Stimme auszuloten, die Gesangstechnik auszubauen und achtsam Räume zu öffnen, um an eigene Kraftquellen anzuknüpfen. Um selbstbewusst, lustvoll und frei singen zu können.



Impressionen aus dem Unterricht – Sunny oder Arie Antiche- Beides macht Spass
Ich danke all meinen Schüler*innen dafür, dass Sie mir auch dieses Jahr ihre kostbaren Stimmen anvertraut haben, und hoffe dem gerecht worden zu sein.
Lieben Dank auch für eure Wertschätzung in Gedanken, Worten und Geschenken, die ihr mir immer wieder entgegenbringt. Ihr seid mir eine wahre Kraftquelle!

Ich wünsche allen ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr
Weihnachten 2025
Beate Gracher

Max hat seine „Verbrannte Erde Tour 2025“ mit einem fulminaten Konzert hier in Berlin im Metropol Theater abgeschlossen. Ich war vorher Backstage und dann zum Konzert dabei. Es war ein wunderbares Konzert. Max und seine großartigen Bandmitglieder waren eine wahre Naturgewalt. Von zart bis hart war alles dabei. Das Haus hat getobt. Heute haben wir uns zu einem „Regenerationsvormittag“ getroffen, um Nachlese zu halten und um sein „Besteck“ zu putzen, sprich die Stimme geradezurücken, damit er bestens vorbereitet auf die Zielgerade zum Jahresende einbiegen kann. Denn es geht gleich nächste Woche mit einem großen Rockkonzert in der Villa Hügel in Essen weiter. Das Konzert ist AUSVERKAUFT
8.November „Drangsal“ Villa Hügel – Essen
https://www.krupp-stiftung.de/veranstaltungen/programm/der-huegel-ist-music
https://www.instagram.com/p/DPT6SBbDFyS

Wir haben uns in der Pandemie mit Onlineunterricht und dann später unter strengsten Auflagen wieder in Präsenz über Wasser gehalten. Haben unseren Ausbildungsstand frisch gehalten, so dass wir zumindest unsere Stimmen gepflegt haben. Als dann endlich das Ende der Pandemie ausgerufen wurde, kamen plötzlich ganz viele neue Anmeldungen. Es waren vor allem Männerstimmen, was mich sehr überraschte. Wir haben zu Anfang zaghaft-verunsichert, immer noch ängstlich vor Nähe und Ansteckungen begonnen und uns dann langsam von den Spuren befreit, die die Pandemie und die Isolationen mit jedem einzelnen von uns hinterlassen haben. Wir wurden von Monat zu Monat freier und die Freude kehrte zurück. Letzten Herbst kamen die ersten sehnsüchtigen Fragen danach, endlich wieder eine Klassenstunde zu machen und wir stiegen in die Vorbereitung ein und es wurde über Monate fleißig geübt. Die letzten drei Wochen vor der Klassenstunde gaben die Gesangsstunden mit Korrepetition (Trainieren mit Pianisten) allen den letzten Schliff. Und dann war es endlich so weit. Endlich wieder Klassenstunde. Es war ein Fest für alle. Wir haben voller Freude und auch mit mächtig viel Aufregung gesungen. Aber der geschützte Rahmen mit den Klassenkamerad*innen nahm uns nach und nach die Scheu. Klassenstunden sind Teil der Ausbildung und als Lampenfiebertraining angelegt. Manche blühten förmlich auf. Wir hatten Freude an den Fortschritten und den schönen Gesangsvorträgen. Unser traditionelles Aprés-Klassenstunden-Buffet mit gemeinsamem Beisammensein rundete den Tag ab

Für uns alle sollte diese Klassenstunde der Schlussakkord hinter die Schrecken und hinter das Trauma der Pandemie sein. Wir hatten immer wieder in zahlreichen Gesprächen darüber gesprochen, in dem Bemühen dies alles nicht einfach zu verdrängen, sondern aufzuarbeiten (wie wir uns dies auch im gesamtgesellschaftlichen Diskurs wünschen würden). Mir scheint, dass uns dies gut gelungen ist. Mittlerweile sind die Dämonen der Pandemie nahezu verschwunden und meine Schüler*innen singen wieder ohne nennenswerte Frustrationen und Blockaden, können sich gut auf den Unterricht konzentrieren und machen zurzeit bemerkenswerte Fortschritte. Meine Klasse ist in den letzten Jahren bunter und diverser geworden und es erfüllt mich mit Freude mit so vielen wunderbaren unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten. Es ist eine wahre Inspiration. Ich danke meinen alten-langjährigen Schüler*innen, dass Sie mir während der Pandemie die Treue gehalten haben und ich danke auch den neuen Schüler*innen, dass auch sie mir ihre Stimmen anvertraut haben. Ich freue mich schon auf die nächste Klassenstunden Ende des Jahres 2024.
Ich danke meinen alten-langjährigen Schüler*innen, dass Sie mir während der Pandemie die Treue gehalten haben und ich danke auch den neuen Schüler*innen, dass auch sie mir ihre Stimmen anvertraut haben. Ich freue mich schon auf die nächste Klassenstunden Ende des Jahres 2024.

Ich danke meinen alten-langjährigen Schüler*innen, dass Sie mir während der Pandemie die Treue gehalten haben und ich danke auch den neuen Schüler*innen, dass auch sie mir ihre Stimmen anvertraut haben. Ich freue mich schon auf die nächste Klassenstunden Ende des Jahres 2024.

Diese und nächste Woche wird Frau Katharina Kunz im Rahmen ihres Gesangsstudiums (Ziel Gesangspädagogik) in meiner Gesangsklasse hospitieren. Katharina hat mehrere Jahre bei mir studiert. Sie hat schon ein Studium zur Grundschullehrerin absolviert und konzertiert seit eine geraumer Zeit sehr erfolgreich als Sängerin. In den nächsten zwei Wochen kann sie bei mir in die unterschiedlichsten Formen und Stadien des Gesangsunterrichts hineinschnuppern. Vom Anfänger mit ersten Atem- und Stimmbildungsschulungen bis hin zur künstlerischen Arbeit mit einer Fortgeschrittenen (mit Pianistin) die gerade die „Vier letzten Lieder“ von Strauss studiert. Anschließend werden wir gemeinsam das Erfahrene diskutieren und erörtern.
Ich danke meinen Studierenden, dass sie der Hospitation von Katharina zugestimmt haben und wir freuen uns auf sie!

Die Klassenstunden/ Auftrittstraining sind die Gelegenheit, um sich mit dem Umgang mit dem Stress (Anspannung), der „Auftrittsangst“ und dem Lampenfieber auseinanderzusetzen und Techniken für den Bühnenauftritt zu erlernen. Je öfter man das macht, desto mehr gewöhnt man sich an diese außergewöhnliche Situation und kann dann den Umgang mit der eigenen Stimme wieder besser steuern. Es kommt an dieser Stelle darauf an, dass man die Leistungen, die man in der geschützten Gesangsstunde mit Leichtigkeit bringt, auch unter Druck abrufen kann. Das gelingt nicht immer und ist zudem auch von der individuellen Tagesform abhängig. Manchmal gelingt es einem punktgenau den momentanen Leistungsstand abzurufen, manchmal schlägt einem die Nervosität so ein „Schnippchen“ das der Atem einfach nicht „runtergehen“ will und der Hals zugeht. Die Stimme wird eng und klingt angestrengt. Es kann aber auch geschehen, dass Studierende einfach über sich hinauswachsen und alle sehen sich überrascht von einem Entwicklungssprung. Das zuverlässige Abrufen der eigenen Leistung ist zum großen Teil aber eine reine „Trainingsfrage“. Ist dieser Teil (die Baustelle) der Aufführungspraxis abgesichert, kann man sich den musikalischen/interpretatorischen Themen zuwenden. Zudem soll hier auch der Umgang mit dem musikalischen Partner (hier die Pianistin) und dem Publikum erlernt werden. Teilnehmende werden rasch feststellen, dass dies ein weites und spannendes Feld ist und das es wirklich Spaß macht sich hier auszuprobieren! Hier stehe ich den angehenden Qualitätssängern und Gesangsschülern mit Tipps und Hinweisen zur Seite und coache Sie für ihre Vorsingen und Auftritte. In den gemeinsamen Vortragsstunden können wir durch Zuhören und Zusehen voneinander lernen. Es ist auch für mich als Lehrerin eine große Chance, die Studierenden im wahrsten Sinne des Wortes von einer anderen Seite kennen zu lernen. Hier kann ich in den Abstand zu ihnen gehen, was dazu beiträgt, sie noch besser erkennen zu können. Da fallen einem ganz andere Dinge am eigenen Schüler auf als sonst. Mit diesen Erkenntnissen kann ich dann wiederum im Einzelunterricht noch differenzierter auf jeden Einzelnen von meinen SchülerInnen eingehen um ihre sängerische Entwicklung weiter voran zu bringen.

Ich und Max arbeiten seit etwas mehr als zwei Jahren vertrauensvoll zusammen. Es war bisher für uns beide eine fulminante und auch kämpferische Zeit, in der Max sein sängerisches Rüstzeug durch eine klassische Gesangsausbildung erweitert hat. Zum einen um sein Instrument noch zielsicherer und gesünder ansteuern und zum anderen, um noch differenzierter seine künstlerischen Projekte entwickeln und voranzutreiben zu können. Max wiederum hat mir die Tür zur faszinierenden Welt des Rock-Pop-Genres sperrangelweit aufgestoßen und mich darüber so vieles gelehrt.
Max Gruber – Drangsal ist Songwriter, Sänger und Multiinstrumentalist. Er steht seit über 10 Jahren auf den großen Rock-Popbühnen der Republik. Er wurde mit seinem Debutalbum „Harischaim“ 2016 von der deutschen Presse gefeiert und als neuer Hoffnungsträger des deutschen Pop etabliert. Er ist auch Schriftsteller („Doch“, Ullstein, Berlin 2022) und Komponist. Zurzeit komponiert er die Filmmusik zu einem Film, der gerade in der „Pipeline“ steckt. Diese Woche ist er mit den Schauspielern im Studio und ist auch demnächst am Set. Gleichzeitig probt er mit seiner Band Drangsal für die „Verbrannte Erde Tour 2025“, die in zwei Wochen startet.
Am 13. Juni dieses Jahres hat er sein neues, mittlerweile 4. Album herausgebracht. Es trägt den epischen Titel „Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen“. Es wurde von den deutschen Feuilletons mit Liebe überschüttet.
Drangsal „Verbrannte Erde Tour“
Startet 23.09. 2025 Dresden Beatpol
04.10.2025 Berlin – Metropol
Weitere Tourdaten und die Playlist der Tour und auch seine anderen Alben findet ihr auf Spotify.
Tourdaten:
https://open.spotify.com/intl-de/artist/16rfiZrUbpoIJKqvJjbOk1Tour
Setlist:
https://open.spotify.com/playlist/7FsnXkw77JZLSWtGFppzJo
Ich danke Max für zwei wunderbare Jahre der künstlerischen Auseinandersetzung und gegenseitigen Befruchtung.
Du hast mich so bereichert.